Keine Antwort der Reiserücktrittsversicherung

bravofly
Chiasso

Wir haben bei Bravofly eine Reiserücktrittsversicherung (Versich.Nr. BRTOP247016811) mit dem sehr passenden Namen: "NoProblem, Plus" abgeschlossen. Wegen einer sehr schmerzhaften Zahnentzündung (der Zahn mußte mit Wurzeln vom Kieferorthopäden entfernt werden) konnten wir die Reise, bzw. den Flug Montag 28.07.14, nicht antreten. Am Freitag davor gelang uns eine telefonische Stornierung des Fluges bei Aegean Airlines, Tel. 06. 92385630, auf eine Stornierung per E-mail bei Bravofly haben wir nichts gehört.Auf unsere mehrmaligen E-Mails an Bravofly, auf 3 Briefe (der letzte mit Einschreiben) an die Reiserücktrittsversicherung: Europ Assistane (Suisse), Assurances SA c/o Europ Assistance Italia S. p.A., Piazza Trento 8, 20135 Milano, Italien und 2 FAXe an selbige unter 0039 02 58477201 haben wir nichts gehört, obwohl wir um eine Bestätigung des Eingangs gebeten hatten. Wir haben alle Bedingungen der Reiserücktrittsversicherung erfüllt: Wir haben eine ärztliche Bestätigung der Krankmeldung mitgeschickt, die Forderung des Vermieters der Ferienwohnung (Stornogebühr € 350. --) in Griechenland und die Flugbuchung bzw. -Rechnung (1.075,16 € bezahlt) mit Id. Nr. 247016811 und uns an die Fristen gehalten.

Die größte Zumutung ist der Verweis von Bravofly, sich doch an die Telefonnr. +49 01 806 806664 zu wenden. Unter dieser Nr. kommt man erst in die Warteschleife, nach ca. 3 Minuten wir man mit "bitte später wieder anrufen" rausgeworfen, wobei jeder Anruf mit 6 € abgerechnet wird. Wir haben es ca. 8 mal versucht (innerhalb der angegebenen Sprechzeiten) unter dieser Nummer!

Bestell-/Kundennummer: 247016811

Meine Forderung an Bravofly:

Erstattung der versicherten Reiserücktrittskosten

Firmen-Antwort ausstehend seit 11 Jahren, 312 Tagen und 3 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Bravofly hat inzwischen eine mail geschickt, dass mein Vorgang noch in Bearbeitung sei. Man werde sich drum kümmern.

Vollkommen absurd: bravofly fragt mich, inwieweit ich mit ihrem Kundendienst, an den ich mich kürzlich gewandt hätte, zufrieden gewesen sei. Meine Reklamation scheint also angekommen, aber in den Papierkorb geworfen worden zu sein.
Der Link für eine Mitteilung læsst sich nicht offenen.

Jetzt hat sich immerhin etwas getan. Bravofly erstattet mir für die Stornierung 166,26 €. Diesen Betrag zahlt wohl die Airline (Aegaen). Wegen der zusätzlichen Ansprüche verweist sie mich an die bravofly-sinistrionline-de.europassistence.it.
Dort habe ich mich registriert, werde aber wieder an die nicht funktionierende Telefonnummer bzw. An die Adresse verwiesen, die wir bereits zwei Faxe und ein Einschreiben geschickt haben, ohne eine Rückmeldung erhalten zu haben.

Bravofly hat 166,26 € überwiesen für die Stornierung des Fluges. Für die Forderung an die Reiserücktrittsversicherung (den großen Rest der Forderung) hat man mir folgenden Link gegeben: https://bravofly-sinistrionline-de.europassistance.it. Dort kann man zwar eine Unfallsschadenmeldung eingeben, aber keinen Anspruch an die Reiserücktrittsversicherung. Stattdessen werde ich auf den Post- oder Faxweg verwiesen, den ich bereits fünf mal, einmal per Einschreiben, beschritten habe, ohne eine Antwort zu bekommen.
Da sich der Sitz der Firma im Ausland befindet und jede Art der Kontaktaufnahme mit Nichtbeachtung quittiert wird, dürfte auch der Weg über den Anwalt sehr beschwerlich werden.
Von einer Buchung bei Bravofly und der ihr angeschlossenen Reiserücktrittsversicherung muss ich dringend abraten.

Bravofly hat auf wiederholte Anfragen geschrieben:
"Sehr geehrte/r Frau/Herr,

Die Versicherung bearbeitet aber die Anfragen per Priorität.
Wir bitten Sie daher um einbisschen Geduld.
Wir stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen "

Eine angegebne Telefonnummer funktioniert leider nicht.

Bravofly (Kundendienst) hat mir inzwischen (17.10.) erneut die Versicherungsbestimmungen zugeschickt, in denen ich aufgefordert werde, meine Forderung an eben die Fax- und Postadressen zu richten, denen ich sie schon mehrmals - sogar per Einschreiben- zugesandt habe, ohne darauf je eine Reaktion erhalten zu haben.
Nach der Methode des Sich-Tot-Stellens ist diese feine Unternehmung dazu übergegangen, den Kunden ohne jede Scham für blöd zu verkaufen.
Mal sehen, wie lange sie das probieren.

Nach einem halben Jahr Emails, Telefonaten, Faxen, Einschreibebriefen hat schließlich ein Einschreiben mit Rückschein (!) und die Ankündigung, den Anwalt Klage erheben zu lassen, zur Zahlung geführt. Kommentarlos wurden uns etwa zwei Drittel unserer Ausgaben auf unser Konto überwiesen. Immerhin.