Beschwerde über 1&1

Montabaur

Anfang des Monats April habe ich bei dem uns allen bekannten Telefonanbieter 1&1 meinen Umzug angemeldet, der am 01.05.09 durchgeführt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt verfügte ich über einen DSL-6000-Anschluss. Den Vertrag hierfür hatte ich im September des Jahres 2008 abgeschlossen.

Auf die Frage, ob ich diesen Vertrag auch an meinem neuen Wohnort nutzen könnte, wurde mir mitgeteilt, dass es kein Problem wäre und ich dafür eine Umzugsgebühr in einer Höhe von fast 50 € zu zahlen hätte. Dieser Betrag wurde dann innerhalb von einigen Tagen von meinem Konto abgebucht.

Ich freute mich und wartete auf eine Bestätigung. Anfang Mai bekam ich einen Anruf von einem 1&1 Sachbearbeiter, der mir mitteilte, dass ich an meinem neuen Wohnort keinen 6000-DSL-Anschluss nutzen könne. Ich müsse mich an die Telekom wenden und einen Standardvertrag abschließen. Dann würde ich zu einem späteren Zeitpunkt einen DSL-2000-Anschluss über 1&1 nutzen können.

Damit war ich zunächst nicht einverstanden, aber da mir der Sachbearbeiter mitteilte, dass ich an den Vertrag gebunden wäre, hatte ich zugesagt. Auch müsste ich die Gebühren für den DSL-6000-Vertrag weiterzahlen und würde, nach Schaltung des DSL-2000, einen Teilbetrag der gezahlten Gebühren erstattet bekommen. Auf Bitten wurde mir zugesagt, dass 1&1 sich bei der Telekom um einen Standardanschluß bemühen würde und ich nicht tätig zu werden brauchte.

Bis Mitte Mai bekam ich kein Feedback und meldete mich fernmündlich bei 1&1. Hier wurde mir dann nach einer Recherche durch 1&1 mitgeteilt, dass bei der Telekom nie ein Auftrag zur Schaltung des Standardvertrages auf meinen Namen eingegangen sei. Man sei aber von Seiten 1&1 nun bemüht, schnellstmöglich einen Anschluss bei der Telekom in Auftrag zu geben, weil der damalige Mitarbeiter, der mir die Zusage gab, es wohl vergessen hätte. Entstandene Unkosten sollten mir ersetzt bzw. gutgeschrieben werden.

Ende Mai hatte ich immernoch keinen Telefonanschluss und wollte nach einigen E-Mail-Kontakten mit 1&1 den DSL-6000-Vertrag kündigen. Mir wurde mitgeteilt, dass dieser Vertrag bereits von 1&1 storniert wurde und es um den DSL-2000- Vertrag ginge. Allerdings müsste ich die Grundgebühr für den DSL-6000 weiterzahlen. Ich habe nun 1&1 untersagt, weiterhin Grundgebühren von meinem Konto abzuziehen und erhielt Ende Mai eine Rückerstattung .

Dann habe ich 1&1 per Mail kontaktiert und meinen Vertrag zunächst per Mail und dann nochmals per Schriftstück gekündigt, nachdem ich von einer Mitarbeiterin den Hinweis bekam, dass ich dazu sofort befugt sei. Da ich es aber nicht glauben konnte, habe ich mich einen Tag später nochmals fernmündlich bei 1&1 gemeldet. Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass ich den Vertrag nun ohne weitere Forderungen von 1&1 sofort kündigen könnte. Dieses tat ich dann auch.

Ich begab mich sofort zu einem Telekomhändler und schloss dort einen Basisvertrag ab, um endlich telefonieren zu können. Vom Internet habe ich die Nase voll. Wieder einen Tag später erhielt ich von einer 1&1 Mitarbeiterin einen weiteren Anruf. Diese teilte mir mit, dass ich den Vertrag bei 1&1 nun doch nicht kündigen könne und wohl eine Fehlinformation erhalten hätte. Sie forderte mich auf, den bei der Telekom abgeschlossenen Vertrag zu stornieren und dort einen Standardvertrag abzuschließen, weil man ja nicht genau wüsste, wie lange es dauern würde, bis ich meinen Anschluss von der Telekom erhalte. Hingewiesen auf das Gespräch vom Vortag teilte mir die Dame mit, dass es hier sowieso um "Aussage gegen Aussage" handele und ich wohl wenig Chancen hätte, aufgrund der Aussagen aus dem Vertrag zu kommen.

Dann bin ich wieder zur Telekom und habe den Basisvertrag stornieren lassen und einen Standardvertrag gewählt. Bei der Telekom habe ich dann prüfen lassen, ob 1&1 überhaupt für mich irgendwann einen Anschluss in Auftrag gegeben hat. Dieses war wohl nicht der Fall.

Es folgte, nachdem mir plötzlich 9.99 Euro von meinen Konto abgebucht wurden, obwohl dieses trotz Zusage nicht sein sollte, wieder reger Mail Kontakt mit 1&1. Fragen diesbezüglich wurden nicht beantwortet. Vor einigen Tagen dann kam es wieder zu einem Kontakt mit einer Sachbearbeiterin. Ich wollte eigentlich nur eine Auskunft über den neuesten Stand bezüglich meiner Vertragskündigung erhalten. Nun wurde mir mitgeteilt, dass ich bis zum Jahresende 2010 an meinen Vertrag bei 1&1 gebunden sei. Ich könne mich aber aus diesem Vertrag "freikaufen"! Aber Angaben zur Höhe des Geldbetrages und Ablauf konnten mir nicht genannt werden.

Angesprochen auf den Vertragsabschluss (Standard) bei der Telekom äußerte mir die Dame gegenüber, dass dieses völlig falsch von mir war, da sich nur 1&1 um einen Anschluss bei der Telekom bemühen dürfte und ich wieder eine Fehlinformation einer namentlich bekannten Sachbearbeiterin handelte. Ich müsste den Standardvertrag wieder kündigen!

Ich bekomme also bei 1&1 Falschauskünfte, bemühe mich um eine vernünftige Regelung der Angelegenheit, bin nicht befugt, meinen Vertrag unter diesem Umständen zu kündigen und verzichte nun schon seit zwei Monaten auf einen Telefonanschluss. Ich habe Unkosten, die mir nicht erstattet werden und weiß nicht, wie ich weiter Verfahren soll. Ich hoffe nun auf eine gütige Einigung, ansonsten werde ich einen RA beauftragen.

Meine Forderung an 1&1:

Ersatttung der Umzugsgebühren + Unkosten sowie Vertragskündigung bei 1&1

Firmen-Antwort ausstehend seit 16 Jahren, 358 Tagen und 13 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Habe jetzt, nachdem mir auch Gebühren für eine Fire-Wall berechnet wurden, einen RA mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragt. Ich habe immernoch keinen Telefonanschluß, zahle seit dem 01.05.09 keine Gebühren für DSL, muß aber für eine Fire-Wall zahlen, die ich natürlich nicht nutzen kann. Aber obwohl 1&1 davon Kenntnis hat, werde ich mit Zahlungshinweisen belästigt. Langsam fühle ich mich durch dieses Unternehmen belästigt und genötigt. Es ist ein Fall für Funk und Fernsehen und geht eigentlich uns alle an. Sehr traurig!

Es wird leider immer besser. Nachdem sich mein RA um eine vernünftige Einigung bemüht, wurde durch 1&1 ein Inkassounternehmen beauftragt, die Gebühr für die genannte Fire-Wall einzufordern.
Bis zum heutigen Tage konnte ich diese Fire-Wall nicht nutzen, weil ich immernoch keinen Telefonanschluß habe. Der geforderte Betrag liegt nun bei 116.- Euro.
Kann mir irgendjemand helfen oder einen Tipp geben, wie ich mich verhalten soll?
Bei 1&1 weiß die rechte Hand nicht, was die linke Hand macht und das ist sehr traurig.
Ich mache mir Gedanken und weiß nicht, was die Zukunft noch bringt. Und nur weil ich umgezogen bin!
Würde das gerne über RTL oder einen anderen Sender veröffentlichen.

Es wird nur noch alles über meinen RA geregelt. 1&1 ist nicht gesprächsbereit! Mal sehen, wie das alles noch endet.

Hallo liebe 1&1 Geschädigte!

Nun ist mittlerweile ein Jahr vergangen und eine Einigung mit 1&1 konnte nicht vollzogen werden. 1&1 ist nicht gesprächsbereit und setzt einen mit Hinzuziehung von Inkassounternehmen erheblich unter Druck.
Sollte es zu einer Einigung kommen oder wird ein Vergleich gefordert bzw. sollte der zivile Rechtsstreit bei einem AG stattfinden, werden die Leser von mir unverzüglich in Kenntnis gesetzt.

Bis dahin! Viel Erfolg!

Nur ein kleiner Tipp am Rande: wenn Sie ein Diktiergerät oder einen MP3-Player haben, dann zeichnen Sie in Zukunft alle Gespräche mit 1&1 auf. Sie glauben gar nicht, wie schnell die Wahrheit auf dem Tisch ist.

Hallo liebe Leser!

Mittlerweile gehe ich nun zusammen mit 1&1 ins zweite Jahr! Ab und zu kamen noch kleine Schreiben von Rechtsanwälten oder Inkassounternehmen, die dann aber von meinem Anwalt beantwortet wurden. Naja, gut Ding hat Weile und ich hoffe, dass ich bald wirklich Ruhe vor diesem Unternehmen habe.

Aber, man soll sich bekanntlich nicht zu früh freuen! Warten wir mal ab, was noch so kommt.

Ansonsten viel Glück für alle anderen Geschädigten.
Alles wird gut, irgendwann!