ADAC auf Neukundenjagd / Druck ist ja aktuell groß

ADAC e. V.
München

Meine Tochter, die 17 wird, hat die Tage ihre ADAC-Karte erhalten. Die Mitgliedschaft ist wohl bis zum 19. Lebensjahr kostenlos.

Interessant ist nur, wie ADAC zu den Daten meiner Tochter kam. Sie hat diese Mitgliedschaft nicht beantragt.

Auf meine Nachfrage bei dem Unternehmen hieß es zuerst: "der Vertrag ist in einer Diskothek zustande gekommen". Daraufhin habe ich die gebeten, mir eine Kopie des unterschriebenen Vertrages zuzusenden. Die Antwort war klar, denen liegt kein Antragsformular vor. Aber ich kann den Vertrag widerrufen.

So viel zur Neukundengewinnung auf ADAC-Weise.

Habe den Bayerischen Datenschutzbeauftragten eingeschaltet, um klären zu lassen, auf welchen Wegen persönliche Daten beim ADAC landen.

Meine Forderung an ADAC:

Gesetzeskonform arbeiten

Firmen-Antwort ausstehend seit 11 Jahren, 263 Tagen und 15 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Der Datenschutzbeauftragter hat ADAC angeschrieben. Mal gucken was draus wird.

Noch keine Auskunft nach § 34 BDSG von ADAC eingetroffen.

Die Antwort ist heute gekommen. Ein Ausdruck aus 2 Dasteien, mehrere Seiten lang. Aber die gestellte Frage, von wo die Daten genau gekommen sind, wurde nicht beantwortet. Der Werber wurde nicht genannt, im Feld steht nur eine Zahlenkombination. Also nochmal angeschrieben.
Die Antwort ist aus München gekommen. Nach der Aussage des Bearbeiters können die Daten auch alle Tochterunternehmen von ADAC nutzen.
Aber wenn es um eine Auskunft nach §34 BDSG geht, muss man im Prinzip die Tochtergesellschaften einzeln anschreiben. In unserem Fall hat der Herr empfohlen noch den regionalen Club Nordbayern zu kontaktieren. Habe auch angeschrieben.
Wenn von beiden nichts brauchbares kommt, erstatte Anzeige wegen Verstosses gegen BDSG.

Ich vermute, dass die Daten über die Fahrschule an ADAC geflossen sind, wo sich meine Tochter angemeldet hat.
Wenn es so ist, erinnert das an die Geschäfte von Debeka mit Versicherungen für Beamte. Junge Beamte wurden von Versicherungsvertretern in Einzelfälllen kontaktiert, bevor die Armen wußten, dass die Beamten geworden sind. Interne Informationen sind aus Ämtern gg. Provisionen an z. B. Versicherungsvertreter von Debeka geflossen.
Das könnte mal unsere Presse auch durchleuchten.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst