Haben Sie Leergut? Haben Sie die Deutschland-Card? Sammeln Sie Treuepunkte? Waren Sie zufrieden mit Ihrem Einkauf? Und wenn ich mit Karte zahle, werde ich auch noch umständlich mit meinem Namen angesprochen.
So in etwa hört es seit einiger Zeit an, wenn ich bei Reichelt einkaufe. Eigentlich gehe ich aufgrund des sehr guten Angebots gerne zu Reichelt, immer mal in eine andere Filiale. Seit einiger Zeit muss ich mir jedoch beim Bezahlen diese Fragen anhören, die ich dann immer alle mit NEIN beantworten muss und die mich mittlerweile wirklich sehr nerven.
Vor allem wenn der ganze Vorgang dann länger dauert als nötig. Heute war ich so entnervt, dass ich die Verkäuferin direkt darauf angesprochen habe und meine Meinung offen gesagt habe.
Die arme Frau hat mir sofort Ihr Herz ausgeschüttet und gesagt, dass es Ihr ja selber unangenehm sei, jeden einzelnen Kunden diese ganzen Fragen stellen zu müssen und zu 95% immer ein NEIN zu hören und entnervte Blicke zu ernten.
Die wenigsten haben die Deutschland-Card (ich weiß bis heute nicht was das ist), die Leute, die Treuepunkte oder Herzchen sammeln achten meist von ganz allein drauf und der Leergutbon wird eben auch von den wenigsten vergessen.
Also wozu das ganze??? Möchte man sich so etwa von der wesentlich günstigeren Konkurrenz wie Aldi, Lidl oder Plus absetzen durch ein vermeintliches "Plus" an Service?
Dazu kann ich nur sagen, dass ich nicht vor wildfremden anderen Leuten, die hinter mir in der Schlange stehen, mit meinem Namen angesprochen werden will, es geht nämlich keinen etwas an, wie ich heiße. Ich möchte einfach nur meine Ware bezahlen, so schnell und unkomliziert wie nur möglich.
Nach meinem heutigen Besuch bei Reichelt war ich etwas später auch noch im Plus und mir ist sehr positiv aufgefallen, dass hier einfach nur der zu bezahlende Betrag angesagt wurde und fertig.
Meine Forderung an Reichelt:
Verzicht auf Verhöre an der Kasse
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 3
Hmmm, ein zweischneidiges Schwert und bedingt gebe ich Ihnen Recht. Sicher ist es vor allem in meinem Interesse, dass eine eventuell vorhandene Bonuskarte sich schnell füllt oder gesammelte Treuepunkte sich zügig anhäufen. Danach braucht die Kassiererin im Allgemeinen wirklich nicht zu fragen. Den Leergutbon, vom Automaten am Eingang allerdings, vergesse ich so regelmäßig beim Bezahlen abzugeben, dass ich bereits vier oder fünf Exemplare Zuhause angesammelt habe und mir wünschte, die Kassiererin hätte danach gefragt, vor dem Verlassen des Ladens. Ebenso geht es mir mit dem Parkticket, das ich nach dem Einkauf an der Kasse entwerten lassen kann, um die Parkgebür zu sparen. Auch das vergesse ich regelmäßig beim Bezahlen und weil ich zu bequem bin, zahle ich dann bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus lieber Gebüren, was ich nicht müsste, wenn die Kassiererin mich kurz danach gefragt hätte, ob ich auch im Haus geparkt habe. Ob ich allerdings mit meinem Einkauf zufrieden war oder bin, das werde ich im negativen Fall sicher nicht mit der 400-Euro-Kraft an der Kasse erörtern. Das stimmt wieder. Die Tatsache, beim Bezahlen mit der EC- oder Kreditkarte, mit dem Namen angesprochen zu werden, macht den Vorgang sicher nicht schneller, aber doch immerhin etwas persönlicher und ist mir nicht unangenehm, im Gegenteil. Ehrlich gesagt, ist mir die Persönlichkeit beim Einkaufen, seit dem Tod von Tante Emma - Gott hab sie selig - doch sehr abhanden gekommen, was ich schade finde! Da ist die persönliche Ansprache dann doch ein kleiner Lichtblick in unserer selbsterschaffenen Servicewüste. Wer einmal in einer Mall in den USA eingekauft hat, der sieht Service eh noch mit ganz anderen Augen.
Ich war gestern nicht untätig, und habe direkt nach dem "Payback-Verhör", an meiner ARAL-Tankstelle, die Kassiererin darauf hingewiesen, dass Herr/Frau "ReklaBoxler-1071551", und womöglich andere, sich von der Fragerei belästigt fühlen. Dabei hat mir dann die ehrliche Kassiererin offenbart, dass sie leider dazu genötigt wird, das zu fragen, und zwar nicht von der Geschäftsleitung der Tankstelle oder gar von der Aral Aktiengesellschaft in Bochum, sondern direkt von "Payback" selber. "Payback" beispielsweise, kontrolliert durch Testkäufer, ob das Vorhandensein einer Payback-Karte auch ordnungsgemäß an der Kasse abgefragt wird und zwar sogar mit vereinzelten Konsequenzen, wenn dem nicht so ist. Vielleicht kann man davon ausgehen, dass es den Kassiererinnen von "Reichelt" nicht anders ergeht, auch wenn die Vorschriften dort möglicherweise von anderer Stelle kommen. Der ARAL-Kassiererin jedenfalls, ist die Fragerei selber unangenehm und sie findet es ebenfalls doof, es tun zu müssen und kann sich sogar vorstellen, dass Kunden davon genervt sind. Daher ein Aufruf von meiner Seite: ZEIGEN SIE BEIM EINKAUFEN EIN HERZ FÜR KASSIERERINNEN!!! :-)
Gerade die Nennung des Namens nach dem Zahlvorgang mit EC-Karte halte ich für datenschutzrechtlich fragwürdig. Meine perönlichen daten gehen niemanden etwas an.