Die 1&1 Internet AG betreibt verstärkt Werbung mit Herrn Marcell D'Avis, dem Leiter Kundenzufriedenheit. Strahlende Werbespots mit ihm und einem Packen E-Mails von Kunden werden gezeigt - ein schönes Bild! In Wirklichkeit ist es aber etwas anders!
Seit September 2009 stehe ich mit 1&1 über das Support-Center in Kontakt. Meine Frage bezüglich des Termins für VDSL für Bestandskunden wird von Monat zu Monat verschoben. Aussagen, deren Inhalt dem Nährwert eines Diätgetränkes entsprechen, werden gegeben. Aalglatt und geschult wird hier vorgegangen.
Nachdem ich durch die immer wieder erfolgten Vertröstungen in die 1&1-AGB-Falle getappt bin, nämlich Vertragsverlängerung um zwölf Monate, habe ich versucht, doch noch VDSL zu bekommen. Das Support-Center war keinerlei Hilfe hierbei. Der Versuch über davis@1und1.de fiel nicht viel besser aus.
Aufgrund einer Meinungsumfrage durch 1&1, die ich kommentierte und zu davis@1und1.de sandte, erhielt ich auch einen Anruf eines netten Mitarbeiters. Schließlich und endlich wurde mir VDSL angeboten - aber mit der Konsequenz, dass ich meine bisherige Rufnummer mindestens zwei bis vier Wochen nicht mehr verwenden kann - somit nicht mehr erreichbar bin.
Eine Rufnummerportierung, wie sie die Bundesnetzagentur vorsieht, und bei der Telekom 6,- Euro kostet, will oder kann 1&1 nicht machen - auch wenn ich es bezahle. Von der Telekom erfuhr ich, dass ich die bisherige Rufnummer verlieren werde, da die Nummer nicht mehr der geforderten Ziffernzahl entspricht.
Bis zu diesem Zeitpunkt war der Kontakt zu 1&1 noch akzeptabel. Aber nun wurde ich scheinbar zum "ungeliebten Bestandskunden", der so wie so noch elf Monate absitzen muss. Über die Telefon-Hotline 0721 9600 kommt man an einen Telefon-Computer.
Nach mehreren Versuchen, scheinbar ist 18.30 Uhr eine sehr ungünstige Zeit, und der Investition voneiner Stunde kommt man dann an einen Mitarbeiter, der aus der Pause kommt, sich nicht mit einem Namen meldet und nur vor sich hinstammelt, dass sein PC abgestürzt ist.
Es klickt - kurz darauf befindet man sich wieder in der Warteschleife und bekommt nach einer weiteren Wartezeit einen Mitarbeiter. Dieser verspricht den Rückruf durch einen Kollegen innerhalb der nächsten zehn Minuten, was aber fast 30 Minuten dauert. Dieser Kollege teilt mit: "Es gibt keine Möglichkeit! Die Fachabteilung hat das gesagt! "
Meine E-Mails ab dem 09. 07. 2010, die die Problematik des Rufnummernverlustes versuchen darzustellen, werden nicht bearbeitet. Support-Anfragen über das 1&1 Control-Center werden ohne Antwort gelöscht. Eine Wiederholung der Anfrage im Supportcenter wird erneut - ohne jeglichen Kommentar gelöscht. Auf eine Anfrage, ob ein "Freikaufen" aus dem Vertrag möglich ist, erfolgt keine Antwort.
Heute erfolgt eine schriftliche Bestätigung der bereits erfolgten Kündigung. Der lapitare Satz: "Bitte, haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keinen vorzeitigen Kündigungstermin anbieten können", ist alles.
1&1 nimmt sich das Recht, den DSL-Port bis zum Ende der Vertrages in Beschlag zu nehmen. Es gibt bis zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, durch einen anderen Anbieter, VDSL zu bekommen - auch wenn man weiterhin an 1&1 bezahlt. Es ist nur möglich, sich eine zweite Leitung von der Telekom legen zu lassen.
Den Inhalt dieser Nachricht sollte jeder, der bei 1&1 als Bestandskunde und in den letzten Monaten vor Vertragsende ist, bei seinen weiteren Entscheidungen berücksichtigen.
Ich wünsche keinem den gleichen Leidensweg, den Schriftwechsel, den Zeitaufwand und die Belastung der Nerven.