Erst vor kurzem (im Januar) haben wir eine Mietererhöhung von 50 Euro erhalten. Als Grund wird die verbesserte Wohnsituation im Haus genannt.
Bei der Mieterhöhung war der Mietspiegel angehängt, aber die eigentliche angegebene Begründung ist die Verschönerung bzw. die Verbesserung der Wohnsituation, die nie Stattgefunden hat, oder den Mietern völlig entgangen ist!
Zur Gegenwärtige Wohnsituation:
Das Licht im Treppenhaus funktioniert nur unregelmäßig. Ein kapputter Türöffner surrte erst neulich tagelang vor sich hin. Der Hof vermüllt immer wieder und einen Hausmeister gibt es nicht.
Die Abflüsse sind regelmäßig verstopft bzw. wenn beim Duschen ein Nachbar z.B. die Waschmaschine anmacht, fällt der Druck und die Temperatur des Wassers ab. Eine Massage Praxis im ersten Stock musste mehrere Tage Ihren Betrieb wegen eines Heizungsausfalles einstellen. Bei einem unserer Nachbarn funktionierte die Gasheizung mehrere Wochen nicht.
Bei allen Arten von Mieterproblemen gibt es offiziell zwar eine Notfallnummer für: Rohrbruch, Brand, Gasgeruch und bei Gefahr für Leib und Leben. Diesbezüglich hängt im Hausflur ein Schild das jeder Missbrauch dieser Nummer mit 250.- € in Rechnung gestellt wird. Schließlich, so die Argumentation, würde man die Nummer blockieren und wäre dann nicht mehr für echte Notfälle erreichbar.
Die angegeben Mieterhotline ist eigentlich nie zu erreichen. Sie ist dauerbesetzt und pünktlich zum Ende der möglichen Anrufzeiten geht der Anrufbeantworter an.
E-Mails werden, wenn überhaupt, nur sporadisch beantwortet. Termine mit der Hausverwaltung lassen sich natürlich nur telefonisch vereinbaren. Selbst wenn man per Mail eine Handynummer zugewiesen bekommt, wird diese bei Anruf weggedrückt, oder es geht niemand dran.
Eine weitere Tatsache ist, dass seit ca. einem halben Jahr eine Großbaustelle vor dem Haus steht, und es seither, mal abgesehen vom Krach, keine Parkplätze mehr in der Nähe gibt.