Mein Freund und ich wollten vor einigen Wochen ein Bett bei Poco in Gelsenkirchen erwerben. Als es um die Abwicklung des Kaufvertrages ging, wurden wir von dem „netten“ Verkäufer darauf hingewiesen, dass eine Anzahlung auf das Bett sofort fällig wäre. Auf unsere Frage hin, wo wir diese Anzahlung zu leisten hätten, wurde uns von ihm gesagt, das wir diese an der Kasse leisten könnten, aber es wäre auch möglich diese bei ihm zu leisten.
Im guten Glauben haben wir die Anzahlung in Höhe von 50,00 € dem Verkäufer übergeben. Ein Ausdruck, von dem wir annahmen, dies sei die Quittung für die geleistete Anzahlung, wurde uns überreicht. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass keinerlei Unterschrift von uns gefordert wurde...
Als wir einige Tage später bei Poco anriefen, da wir Fragen bezüglich der Abholung hatten, kam die böse Überraschung. Die Anzahlung war nirgends vermerkt worden. Der „nette“ Verkäufer leugnete diese je erhalten zu haben! Und so fing unsere unendliche Geschichte mit Poco an.
Nach einem Telefonat mit dem Geschäftsführer wurde uns klar, dass die Vorgehensweise bei der angeblichen Kaufvertragsabwicklung in vielen Punkten von der eigentlichen korrekten Vorgehensweise abwich. Die fehlende Unterschrift und keinerlei Hinweis, dass die Anzahlung NUR an der Kasse zu leisten ist und auch NUR mit entsprechenden Kassenbon gültig ist. Das alles war nirgends schriftlich vermerkt und wir wurden im Vorfeld auch nicht darauf hingewiesen.
Da standen wir, nun wir wussten, dass dies Anzahlung in Höhe von 50,00 € definitiv dem „netten Verkäufer“ zu treuen Händen übergeben worden war, dieser leugnet dies jedoch. Ein Klärungsbedarf seinerseit bestand nicht. Kunde ist König, kennt er nicht. Also lassen wir uns mit dem Geschäftsführer verbinden.
Der Geschäftsführer war sehr zuvorkommen und erweckte den Eindruck uns bei der Klärung helfen zu wollen. Dies war Freitag kurz vor Feierabend, daher wurde uns zugesichert, am Montag einen Rückruf bezüglich der Klärung zu erhalten.
Montag, Dienstag, nun war schon Mittwoch, ein Rückruf war noch nicht erfolgt. Ok, kann ja in der Hektik vergessen werden. Also haben wir erneut versucht bei Poco in Gelsenkirchen anzurufen. Vier Versuche, keiner geht ans Telefon. Dann versuchen wir es eben mit unterdrückter Nummer. Was für eine Überraschung, es geht sofort jemand ans Telefon. Das ist merkwürdig, oder?
Aber dieses Telefonat bringt leider nicht den erwünschten Erfolg, wir werden wieder vertröstet. Der Geschäftsführer wäre krank, der Marktleiter im Urlaub. Nach weiteren unzähligen Telefonaten haben wir zwei Wochen später endlich einen Termin zum persönlichen Gespräch mit einem Herrn, der angeblich der Marktleiter ist, und dem „netten Verkäufer“.
Der Herr Marktleiter, ich würde ihm dringend ein Seminar „Wie verhalte ich mich richtig im Kundengespräch“ empfehlen, war bereits am Anfang des Gespräches gegen uns. Wir hätten alles falsch gemacht. Es wäre doch selbstverständlich, dass ein Kunde, der Poco in Gelsenkirchen betritt, über alle Vorgehensweisen bezüglich der Kaufabwicklung Bescheid zu wissen hat. Also Info an alle zukünftigen Kunden: „Bitte, absolviert erst einmal ein BWL Studium und geht dann erst bei Poco in Gelsenkirchen einkaufen!“ Ich korrigiere mich, denn ich habe BWL studiert, belegt ein Pseudo-Studiengang, informiert euch, wo Herr Marktleiter es getan hat, damit ihr auch den gleichen Inhalt vermittelt bekommt, und bevor ich es vergesse, ein Pseudo-Psychologiestudium wäre auch nicht von Nachtteil.
Herr Marktleiter hat uns alles, was wir gesagt haben, sofort im Mund umgedreht. Auch der Geschäftsführer hätte keine Ahnung, vor allem nicht, was die Vertragsabwicklung anginge. Wir hätten sowieso Unrecht, stimmt, ich vergaß, wir haben uns ja vor dem Kauf auch nicht ausführlich über die Machenschaften bei Poco in Gelsenkirchen informiert. Eine Anzahlung wäre niemals erfolgt, das waren sich Herr Marktleiter, der bei der Vertragsabwicklung gar nicht zugegen war, und der „nette“ Verkäufer einig.
Der „nette“ Verkäufer hätte sich nicht zu Schulden kommen lassen, denn eine Aufklärung über die allgemeinen AGBs muss nicht erfolgen (ich weise hier noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass dies in der Aufklärungspflicht des Kunden liegt). Und vor allem, da keine Unterschrift geleistet worden wäre, wäre ein Kaufvertrag erst gar nicht zustande gekommen.
Was mir bei dem Gespräch sehr zu denken gegeben hat und mich letztendlich zum Schreiben dieses Briefes veranlasst hat, war eine ganz bestimmte Äußerung des Herrn Marktleiters. Er hat sich vielleicht verraten, als er gesagt hat, unser vermeintlicher Kaufvertrag, ohne Unterschrift, wäre nicht der einzige dieser Art. Herr Marktleiter und der „nette“ Verkäufer hätten Tausende von diesen Verträgen.
Das stellt sich mir doch die berechtigte Frage, ob wir Opfer einer in diesem Markt gängigen Masche geworden sind. Abzocke bei der Anzahlung? Die Empfehlung des Marktleiters am Ende des Gespräches: Das Beste wäre, wenn wir das alles vergessen und unter den Tisch fallen lassen. Wie, bitte?
Meine Forderung an Poco Service:
Aufklärung der Kunden
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 20
Das ist ja wirklich ein "dicker Hund". Da kann man ja noch froh sein, daß es "nur" 50 Euro "Anzahlung" waren. Das muß man sich mal vorstellen. Ich wäre mit Sicherheit auch auf die Aussage des Verkäufers reingefallen. Sie haben doch diesen Ausdruck bekommen, steht da nichts von der geleisteten Anzahlung drauf oder ist das einfach nur ein Ausdruck mit Info zum Artikel? Das würde ich nicht auf mir sitzen lassen. Wenn Sie mit Ihrem Freund dort waren, haben Sie ja zumindest einen Zeugen. Ich würde auf jeden Fall Anzeige erstatten.
Ja, wir haben uns auch schon informiert. Wir werden auf jeden Fall eine Anzeige erstatten und einen Termin beim Anwalt haben wir auch schon. Es geht uns letztendlich nicht um die 50,00 €, aber ums Prinzip. Es ist unmöglich, wie wir als Kunden behandelt worden sind. Wer weiß, wie viele Kunden alleine dort waren und es wirklich „unter den Tisch“ haben fallen lassen.
Bitte melden Sie sich wegen eines TV-Beitrages beim WDR über Ihre Geschichte bei mir!
Mail an: xxx@web.de
Tel: xxx
Das ist ja wirklich eine unglaubliche Geschichte. Gut, dass Sie diesbezüglich etwas unternehmen. Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst.
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Beschwerde ist noch nicht gelöst.
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Beschwerde ist noch nicht gelöst.
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Beschwerde ist noch nicht gelöst.
Na ja, eine haaarsträubende Geschichte, dies auf jeden Fall! Allerdings stell ich mir die Frage, wie man unendlich naiv sein muß, jemandem Geld in die Hand zu drücken, und dafür keine Quittung zu verlangen.
Da denke ich mal selber Schuld! Oder besser "Erfahrung ist die Intelligenz der Schweine".
Super Story *g
Dem stimme ich zu... So so, also BWL studiert, aber keine Ahnung vom realen Zahlungsverkehr. Erinnert mich ein wenig an die Manager der HRE. ;)
Wenn Sie einen Beleg erhalten haben, dann kontrolliert man doch, was darauf steht, oder hatte der "nette" Verkäufer so hübsche "blaue Augen", dass Sie ihm blind vertrauten?
Die beste Schule ist also doch das Leben...
@ Kein Jeck
Wir "Weibchen" sind manchmal so doof und glauben tatsächlich noch in das gute, der Verkäufer war halt auch nur ein Mann. ;-)
So, damit wäre die Freundin schön rausgeredet, aber was ist mit dem Freund? Dem hätte doch tatsächlich ein Licht aufgehen müssen....
PS: "Erfahrung ist die Intelligenz der Schweine"..lol... Werd ich mir mal merken. :-)
Oh Hoppla ;) Eigentlich sollte mein Post keinerlei geschlechterspezifische Andeutung haben, hier gibt es genug Beispiele von männlichen Beschwerdeführern, bei denen sich aufgrund der Naivität die Nackenhaare sträuben...
Die Andeutung der "blauen" Augen war die direkte Antwort auf den "netten Verkäufer". :D
@ Kein Jeck
Habe den Kommentar auch nicht als Geschlechter spezifische Anspielung gesehen, sondern habe mich mal emotional in die Situation reinversetzt. Und mußte zu meinem Erschrecken feststellen, dass mir das auch hätte passieren können. Wahrscheinlich hätte ich dem Verkäufer sein dummes Gewäsch auch abgekauft. Eines ist allerdings sicher, ich wäre entweder mit meiner angezahlten 50 Euronen oder mit diversen Einzelteilen des Verkäufers aus dem Poco Markt heraus gekommen. :-)
Ich will ja nicht für Poco sprechen, aber ich denke, jeder Laden hat so seine Geschäftsbedingungen, und dem Verkäufer angeblich 50 € in die Hand drücken, wo doch ersichtlich ist, dass die Service-Counter gar keine Kasse darstellt, zumal auf der Rechnung hätte dann stehen müssen, 50 € angezahlt. So was kontrolliert man doch, ich denke, Sie haben in Ihrem Kopf auf dem Weg zur Kasse Ihre 50 € verloren und wollen Ihre Dummheit nun auf dem Rücken eines Verkäufers austragen. Oder was weiß der Himmel auch immer? Es ist doch Fakt, dass am Ausgang der Geschäfte die Kassenabläufe gestaltet werden, egal in welchem Geschäft. Wer anderen eine Grube gräbt, der selbst mit Axx in Kuhle fällt. Diese Geschichte glaubt Ihnen doch niemand.
Das ist doch alles nur Quatsch. Das ist alles nur ausgedacht, so was kann gar nicht stimmen.
@ lach mich kaputt
Ich gebe Ihnen Recht! Jeder könnte so was behaupten... egal wo bei IKEA, ROLLER oder SONST wo. Als normaler Bürger sieht man doch, dass an den Schreibtischen der Mitarbeiter keine Kassen stehen oder generell irgendwie das Geld sicher aufbewahrt werden könnte, da könnte ja jeder Kunde sich das Geld heraus nehmen, weil die Mitarbeiter nie einen festen Schreibtisch besitzen, sondern sie laufen rum und bedienen zusätzlich andere Kunden.
UNVERSCHÄMTHEIT!
Also, das ist ja voll eine Lachnummer schlechthin! Da behauptet die ,,arme" Frau, die wohl über den Tisch gezogen wurde, BWL dtudiert zu haben, aber jedoch keine Ahnung von Kaufabwicklungen hat. Komisch, da frage ich mich, wo genau die ,,arme" Frau studiert hat! Erstens ist es eine bodenlose Frechheit, jemanden auf so einer Art und Weise schlecht da zu stellen, und zweitens kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jemand so skrupellos sein kann. Wenn man bedenkt, dass dieser ,,nette " Verkäufer versucht, wie jede andere Person über die Runden zu kommen, so dass er seine Familie ernähren kann, und siehe da, eine ,,arme" verzweifelte Dame ist kurz davor, ihm alles kapput zu machen. Wenn diese arme Frau denkt, dass sie ohne Weiteres sich verdrücken kann, tja, dann hat sie sich gewaltig geschnitten. Tjaa, dann mal viel Spaß!
Schlimm genug, dass es so Seiten hier gibt (keiner prüft, ob es der Wahrheit entspricht!). Aber dass es auch noch so viele Menschen gibt, die solchen Märchen hier Glauben schenken und ihre Kommentare dazu abgeben, das grenzt schon an menschlicher Dummheit. Jeder, der eine halbwegs normale Schulbildung hinter sich hat, weiß ungefähr, wie in Deutschland der Zahlungsverkehr funktioniert, ohne "studiert" zu haben (was schließlich heut zu Tage jeder "Trottel" kann!).
Eine Frechheit einem Menschen das Leben für die Dummheit anderer schwer zu machen!
Diese "Geschichte" ist ja zum Lachen. Wenn jemand selbst einen Fehler macht und sich dann einen Schuldigen sucht, um sich besser zu fühlen, ist ein "sehr armer Mensch"! Selbst die kleinsten Kinder wissen: "Will ich was kaufen, muß es erst an der Kasse bezahlt werden". Warum gibt es überhaubt in Geschäften Kassiererinnen? Zur Zirde? Oder um den Kunden einen guten Tag zu wünschen. Manche Kommentare sind echt gute Märchen!