Ich bin seit Jahrzehnten Telekom-Kunde mit zuletzt einem Call & Surf Comfort-Vertrag, der zum Juni 2010 gekündigt werden kann. Seit längerer Zeit dachte ich über Alternativen zum Kabel-TV nach. Deshalb ging ich am 06.11.2010 in den Brühler Telekom-Shop, da ich mich über das Telekom-Produkt Entertain Try & Buy informieren wollte.
Der dortige Fachberater sagte, dieses Produkt sei besonders auf unentschlossene Kunden zugeschnitten, man könne dieses Produkt ohne Nachteile zwei Monate testen und bei Nicht-Gefallen zum Ende der 2monatigen Try & Buy - Phase problemlos kündigen. Daraufhin erfasste er einige Kundendaten und teilte mir mit, dass die Hardware zugeschickt würde. Hinweise auf die AGB gab es nicht, unterschrieben habe ich auch nichts.
Da ich vier Fernsehgeräte auf drei Etagen versorgen musste, erwarb ich gleichzeitig noch drei Poweradapter, über die ich via WLAN-Router Fernsehen empfangen wollte. Aus Vorsicht ließ ich mir auf dem Kaufbeleg quittieren, dass ich diese Adapter zurückgeben könnte, falls die gewünschte TV-Qualität nicht zufriedenstellend sei.
Wenige Tage später bekam ich dann die Telekom-Hardware und testete sie gleich aus. Da die Empfangsqualität nicht meinen Erwartungen genügte, tauschte ich die drei Adapter gegen Geld zurück (war mir ja auf dem Beleg schriftlich zugesagt). Am gleichen Tag verpackte ich die Hardware, schickte sie dann nach Euskirchen zurück. Mit einem Brief vom 20.11.2010 kündigte ich das Try & Buy Paket mit Bitte um Kündigungsbestätigung.
Da ich keine Bestätigung bekam, begann ein endloser Marathon per FAX + Telefon. Auf die Faxe wurde nicht reagiert und die telefonischen Gespräche waren sehr unerfreulich (inkompetent, arrogant, unfreundlich, unkooperativ). Schließlich bekam ich dann am 02.12.2010 Post seitens der Telekom (Anja G.). Hier wurde mir mitgeteilt, dass ich mit diesem T& B-Paket automatisch einer Verlängerung der Mindestlaufzeit um 24 Monate zugestimmt hätte. Zur Rückkehr in meinen Altvertrag müsste ich ein Formular ausfüllen, dass ich bis heute nicht erhalten habe.
Da ich im Telekom-Shop ganz anders beraten wurde, war ich empört über dieses Schreiben, ich verstand den Tarif Try & Buy wörtlich; andere Informationen lagen mir nicht vor.
Aus diesem Grund kündigte ich am selben Tag per Einschreiben mit Rückschein das T& B-Paket und aus Verärgerung gleichzeitig meinen alten Call & Surf-Vertrag zum Ende der Mindestlaufzeit (Ende Mai 2011). Auch dieses Schreiben blieb bis zum 27.12.2010 unbeantwortet; an diesem Tag wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass eine Verlängerung der Mindestlaufzeit um 24 eingetreten sei, obwohl ich den Try& Buy-Tarif rechtzeitig gekündigt hatte.
Ein Telefonat mit einer Teamleiterin des Kundenservice (Frau G. - 0800 33 01000) weckte Hoffnung, da mir versichert wurde, dass der Vorgang an das Rückabwicklerteam gehen würde; nach Rückabwicklung wäre ich wieder in den alten Vertragsstand versetzt.
Ich veranlasste daraufhin im Januar 2011 Netcologne, die Kündigung zu wiederholen und zum Ende der Laufzeit einen Vertrag mit Netcologne einzugehen. Schließlich erfuhr ich über Netcologne, dass mein Netzbetreiber Telekom mitteilte, meine Vertragslaufzeit hätte sich um 24 Monate verlängert, so dass es eine neue Vertragsbindung bis zum 19.11.2012 gäbe.
Da ich das Vertragswechselformular nie erhalten habe, wird nun auch der T& B-Vertrag nicht wieder auf Call& Surf umgeändert. Ich zahle zukünftig mehr als vorher, ohne je ein Fernsehprogramm zu nutzen. Die Krone von allem, in zwei Auftragsbestätigungen (Aufträge sind mir unbekannt) wurde mir mitgeteilt, ich hätte eingewilligt, dass meine Vertragsdaten für Werbe- und Beratungszwecke genutzt werden können, sprich auch an Werbepartner weitergegeben werden dürfen. Dem habe ich nie zugestimmt, vielmehr stehe ich seit Jahren in der Robinsonliste, um unerwünschten und unseriösen Werbeträgern zu begegnen.
Als Resümee stelle ich fest, dass die Telekom mit unlauteren Methoden versucht, ein Abwandern ihrer Kundschaft zur kundenfreundlicheren Konkurrenz zu verhindern. Ich werde mich gegen diese arglistige Täuschung zu Wehr setzen.
Bestell-/Kundennummer: 1680036934
Meine Forderung an Deutsche Telekom:
Rückversetzung in den alten Vertragsstand mit der alten Kündigungsfrist zu Ende Mai 2011
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 2
Genau dies war für mich der Grund, von der Telekom wegzugehen. Es kann nicht sein, dass man Infos verlangt und zwei Tage später eine Auftragsbestädigung erhält, die man nie wollte.
Seit dem weise ich bei jedem Anruf, den ich (leider immer noch) von der T-Kom erhalte, darauf hin, dass ich das Gespräch aufzeichne.
Spätestens dann wird nicht gelogen oder sofort aufgelegt.
Nach weiteren Telefonaten und einem Schreiben an die Geschäftsleitung der Telekom wurde der Forderung nunmehr stattgegeben.