Zum Ende des Monates Mai habe ich einen Wohnortwechsel vorgenommen und wollte nun meinen vor fast zwei Jahren abgeschlossenen Basisvertrag (mit einer der günstigsten Verträge) vorzeitig kündigen. Grund des Umzugs war, dass ich nach fast dreijähriger Trennung von meiner Familie zurückgekehrt bin.
Einen Nachmieter für die ehemalige Wohnung habe ich nicht und somit auch niemanden, der den Anschluss übernehmen könnte. Außerdem befand sich bereits ein Telefonanschluss eines anderen Telefonanbieters im Hause meiner Familie, welcher nicht zu kündigen war.
Zunächst rief ich bei der Hotline an und schilderte meiner Gesprächspartnerin mein Anliegen. Diese äußerte, dass ich für den bestehenden Vertrag eigentlich noch vier Monate zu zahlen habe, aber die Telekom diesen, weil es ja ein günstiger Vertrag ist, aus Kulanz sicherlich kündigen wird. Die Kündigung sollte aber schriftlich erfolgen. Daraufhin habe ich eine schriftliche Kündigung mit Begründung gefertigt und an die Telekom gesandt.
Zwei Tage später erfolgte ein Anruf eines Mitarbeiters, welcher mich bat, die Gründe der Kündigung zu benennen, weil dieser angeblich meine Kündigung bearbeitete. Ich erläuterte mein Anliegen und verwies auf die schriftliche Kündigung und den darin niedergeschriebenen Inhalt. Der Mitarbeiter äußerte aber, dass er das Anliegen von mir nochmals hören müsste, weil es sich ja um ein privates Anliegen handeln würde und er sich an datenschutzrechtliche Bestimmungen halten müsste. (Aha!) Nachdem sich der Mitarbeiter nun mein Anliegen angehört hatte, äußerte er, dass eine Kündigung statthaft wäre und diese reibungslos erledigt wird und ich keine weiteren Kosten zu tragen hätte.
Einen Tag nach dem Telefonanruf bekam ich dann eine Eingangsbestätigung der Telekom an meine alte Wohnanschrift gesandt, in der darum gebeten wurde, die Kündigung zu begründen und wurde darauf hingewiesen, dass ich für den Basisvertrag noch bis zum Monat Oktober zu zahlen habe. Der Brief ging, wie oben beschrieben, an meine alte Wohnanschrift und nicht, wie von mir erbeten, an die neue Wohnanschrift.
Also innerhalb von zwei Tagen zwei Auskünfte. Und Kulanz! Nun ja! Ich rief dann nochmals bei der Telekom an und hatte das Glück, eine völlig genervte und unfreundliche Gesprächspartnerin zu bekommen, welche erst nach Aufforderung "Bitte, reden Sie vernünftig mit mir!" mit mir über die Kündigung sprach. Nachdem sie mir dann erklärte, dass eine Kündigung aus Kulanz nicht erfolgen kann und ich an den Vertrag gebunden bin, habe ich gefragt, ob ich mich nicht aus dem bestehenden Vertrag herauskaufen könnte, da es sich ja nur um vier Monate handeln würde. Sie äußerte dann, dass ich es könnte, aber sie nicht wüsste wie. Es wurde von Prozenten des Grundpreises gesprochen und dass mir die Dame schriftlich Informationsmaterial zukommen lassen würde. Dieses geschah aber trotz Zusage nicht und ich meldete mich nach einer Woche wieder bei der Telekom.
Meine nun nette Gesprächspartnerin äußerte, dass man mir eine Kulanz (Erlaubnis einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages) nicht hätte anbieten dürfen und dass man auch meinen bestehenden Vertrag nicht mit Zahlung eines Entgeltes aufheben könnte. Die Mitarbeiter/Kollegen der Telekom hätten mir Falschauskünfte mit auf den Weg gegeben und ich wurde gebeten, dass ich nun ein Beschwerdeschreiben mit Begründung an die Telekom senden könnte, um zumindest auf diese Missstände hinzuweisen. Auch wurde mir mitgeteilt, dass Gesprächsnotizen der letzten Telefonate von den Sachbearbeitern nicht gefertigt wurden und es sich nicht mehr nachvollziehen lässt, was vereinbart wurde.
Ein Schriftstück an die Telekom habe ich noch nicht verfasst und hoffe, dass die Veröffentlichung in der Reclabox genügt.
Meine Forderung an Deutsche Telekom:
Vorzeitige Kündigung meines Vertrages zum 01.07.11 und Zurückzahlung einer Grundgebühr
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 5
Was "Deutsche Post" schreibt, ist völliger Blödsinn. Klar kann man den Anschluss frühzeitig kündigen, allerdings ist dies auch mit Problemen verbunden. Da die Telekom natürlich nicht freiwillig auf die Beiträge verzichtet, müsste man sich aus dem bestehenden Vertrag "rauskaufen". -Das geht auch, allerdings ist das teurer, als die noch verbleibenden Monate die Grundgebühr zu berappen. Und der Anschluss müsste gesperrt werden. Das heißt, sollte sich dann doch irgendwann ein Nachmieter finden und der möchte einen Telefonanschluss beantragen, müsste der dann warten, bis der Vertrag ausgelaufen ist oder die bestehende Leitung übernehmen. -War bei mir zumindest so.
Üblicherweise gelten die Vertragsbestimmungen, und eine vorzeitige Stornierung eines laufenden Vertrages kostet: Vorfälligkeitsentschädigung, Restlaufzeitablöse. Erfahrungsgemäß ist die Telekom Deutschland aber sehr kundenfreundlich, und sehr um Kundenzufriedenheit bemüht! Ich würde nochmal ein komplettes Schreiben incl. des Sachverhaltes und der bisher gelaufenen Vereinbarungen an die Telekom nach Bonn schicken als Einschreiben: Telekom Deutschland GmbHLandgrabenweg 151, D-53227 BonnPostfach 30 04 63, D-53184 BonnIch bin sicher, dass dort eine Lösung gefunden wird, die Sie zufrieden stellt!
Ich bin und war wirklich bemüht, mein Anliegen nett und freundlich und auch verständlich an die Sachbearbeiter der Telekom weiterzuleiten. Ich habe meine Kündigungsgründe schriftlich niedergelegt und auf ein nettes Telefonat mit einer Sachbearbeiterin hingewiesen. Diese sprach eben von einem eventuellen Entgegenkommen der Telekom. Auch gab es ein fernmündliches Gespräch mit einem Sachbearbeiter, der so wie er sagte, meine Kündigung bearbeiten musste. Er war derjenige, der nochmals meinen Kündigungsgrund wissen wollte und ich teilte es ihm wieder mit. Das Gespräch war äußerst nett. Die weiteren Gespräche stellten mich unzufrieden und von einer Kundenzufriedenheit konnte man hier nicht sprechen. Ein "Wirrwar" von falschen Angaben. Nun ja, dann zahle ich noch für drei Monate meine zwanzig Euro monatlich und werde die Telekom nicht weiterempfehlen. Ergo. um eine Einigung von Seiten der Telekom war man bisher nicht bemüht. Zwanzig Euro sind eben zwanzig Euro im Monat und man weiß ja selbst, wie es ist, wenn diese im Geldbeutel fehlen. Vielleicht ist die Telekom ja auf jeden Euro angewiesen, wer weiß.
Natürlich hat sich die Telekom nicht bei mir gemeldet. So konnte mein Anliegen auch nicht gelöst werden. Wenn man bedenkt, dass die Telekommitarbeiter in der Telefonberatung einem Callcenter gleichgestellt sind und eigentlich mit dem, was sie tun und wofür sie da sind, nicht vernünftig beschult wurden, kann eine Beschwerde auch nicht gelöst werden. Hier ist der Kunde anscheinend nicht König, sondern eben Kunde... und man hat es doch in der heutigen Zeit nicht mehr nötig, diesen zufrieden zu stellen.
Es wurde nach einem sehr netten Gespräch mit einer sehr netten Sachbearbeiterin der telekom_hilft@telekom.de eine super Einigung getroffen. Missverständnisse wurden geklärt und diese werden intern aufgearbeitet. Herzlichen Dank an die Mitarbeiter der Reclabox und der sehr netten Dame der Telekom!