Heimliche Vertragsänderung

Bonn

Ich habe 2007 einen Vertrag mit der Telekom unterschrieben, mit zwölf Monaten Mindestvertragslaufzeit und monatlicher Kündigungsfrist. Bestätigungsschreiben wurde abgeheftet.

Als ich 2010 den Anbieter wechseln wollte, machte die Telekom 24 Monate Mindestvertragslaufzeit und zwölf Monate Kündigungsfrist geltend (steht im Kleingedruckten der Bestätigung). Ein Telekom-Techniker hatte aber vorher meine Telekomleitungen gekappt und für den Router der neuen Gesellschaft vorbereitet. So war ich drei Monate ohne Festnetzanschluss. Trotzdem zog die die Telekom weiterhin volle Gebühren von meinem Konto ein, bis ich nach zwei Monaten den Einzug untersagte.

Unter Androhung eines gerichtlichen Verfahrens melden sich jetzt die Rechtsanwälte Ludwig Seiler & Kollegen aus Heidelberg und fordern Restzahlungen. Hier sollen offenbar Leute eingeschüchtert werden, unberechtigte Forderungen zu zahlen.

Ich habe die Telekom mehrfach auf den Vertrag hingewiesen und aufgefordert, mir als Beweis für Ihre Forderung den von mir unterschriebenen Vertrag zuzusenden. Dies ist natürlich nicht erfolgt.

Ich habe die Bundesnetzagentur eingeschaltet, immerhin ein steuerlich finanziertes Bundesamt, welches für diese Anbieter und Unstimmigkeiten zuständig ist. Das Bundesamt wollte diesen Fall klären, aber die Telekom verweigerte ausdrücklich eine Aussage oder Stellungsnahme.

Dennoch bestehen die Rechtsanwälte Ludwig Seiler & Kollegen aus Heidelberg unter Androhung eines gerichtlichen Verfahrens auf Zahlung.

Meine Forderung an Deutsche Telekom:

Rückerstattung der zu viel gezahlten Gebühren, Verzicht auf die Forderung

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 244 Tagen und 11 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Also, bei Telekom kenne ich nur Verträge mit 24 Monaten Laufzeit.
Mit 12 Monaten habe ich noch nie gehört.

Wo ist das Problem? Herr/Frau Kusch hat einen Vertrag mit zwölf Monaten Mindestvertragslaufzeit und monatlicher Kündigungsfrist unterschrieben. Damit ist er/sie auf der sicheren Seite (wenn's stimmt, was er/sie behauptet).

Es scheint so zu sein, dass man heute in Deutschland Verträge nur mit anwaltlicher Hilfe abschließen kann. Eine Vertragskopie mit 12-monatlicher Laufzeit und täglicher Kündigungsfrist habe ich der Telekom zur Verfügung gestellt. Ohne Reaktion. Ich kann nur jedem, der mit der Telekom eine Geschäftsbeziehung eingehen will, dazu raten, einmal zu googleln "Seiler & Kollegen". Das ist Psychoterror und unberechtigte Abzocke des kleinen anonymen Privatmanns. Aber ganz legal. An unseren Universitäten gelehrt. Von Frau Aigner & Co geduldet. Ein Gesellschaftssystem kann auf Dauer so nicht funktionieren.

Die ehrenwerten Herren in ihren weißen Westen, die sich mit dem Titel Rechtsanwalt schmücken, um Unrecht zu tun. Wissentlich. Vorsätzlich. Lauernd, dem Unbedarftem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ohne Waffengewalt. Aber massive Drohung mit Amt und Titeln und hohen Gerichtskosten und gesellschaftlichen Institutionen und "Recht".

Wie Zecken. Geduldig. Wartend. Ehe sie das Blut saugen und sich an dir gütlich tun.

Hoffentlich werden sie eines Tages von ihren Kindern und Enkeln und Nachbarn entlarvt. Hoffentlich werden sie eines Tages als das erkannt, was sie sind. Hoffentlich müssen sie eines Tages Rechenschaft abgeben. Werden sie und ihre Gehilfinnen dann jammern und es auf die Umstände und die anderen schieben? Sie haben Tausenden Leuten schlechte Tage bereitet und sich großartig dabei gefühlt.

Die einen geben Dioxin in die Nahrungskette, die anderen bereichern sich aus einem Riesendatentopf der Telekom.

Mittlerweile habe ich Post von Seiler & Kollegen erhalten. Sie bedauern, vergeblich angemahnt zu haben, so dass sie nun das Gerichtsverfahren einleiten müssten. Dies wäre für mich unangenehm, zeitaufwendig und mit Kosten verbunden. Nach dieser ungemütlichen Drohung dann das scheinheilige Angebot, dass sie sich für mich eingesetzt hätten und sie sich freuen, mir einen Vergleich anbieten zu können. Der angeforderte Betrag wurde um mehr als ein Drittel gekürzt und liegt jetzt deutlich unter 100 Euro. Nach Einschätzung eines Rechtsanwaltes in einer telefonischen Beratung meiner Rechtschutzversicherung ist dieses Szenario mittlerweile ärgerlicher Alltag. Auch die Weigerung, mit der Bundesnetzagentur zusammen zu arbeiten, sei nicht neu. Man wolle die Leute gezielt verunsichern, damit sie zahlen. Meist handele es sich um kleinere Beträge und die Betroffenen zahlen, um endlich Ruhe zu haben. Dies sei ihre Strategie. Ich müsste selbst wissen, ob ich mir einen Rechtsstreit antue, evt. selbst Anzeige erstatte oder zahle. Beschwerden bei der Rechtsanwaltskammer würden wenig nutzen. Am besten sei es, die Presse zu informieren. Er würde sich wünschen, dass alle Betroffenen sich an die Bildzeitung wenden. Soweit ist also der moralische Verfall unserer Gesellschaft fortgeschritten. Für die 68´er Generation früher unvorstellbar, dass ausgerechnet die Bild-Zeitung in Deutschland die Aufgabe von Justiz und Politik übernehmen soll. Weil die Gewalten unterlaufen und ausgehöhlt werden von "findigen" geldgierigen und skrupellosen "Machern". Ich habe noch nicht entschieden, was ich mache werde. Und bitte um Rat.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst